Die Baulücke in der Hamburger Marktstraße 102 im Karolinenviertel wurde im April/Mai 1989 besetzt. Hintergrund des Konfliktes waren die Räumung der LaMa Häuser, der Abriss einer Brikett-Handlung, sowie die Übertragung der damaligen städtischen SAGA-Häuser an die STEG.

Nach einigen Jahren der politischen Auseinandersetzung entstand schließlich 2003 das selbstverwaltete Wohnprojekt Markthof (Wohnungsbaugenossenschaft mit einem Neubau im sozialen Wohnungsbau). Es ist die erkämpfte Alternative zu einem Investorenbau für die damals umstrittene Bebauung des Grundstücks. Das Projekt ist Teil der Gentrifizierung des Viertels und gleichzeitig sein genossenschaftliches Gegenmittel. Einige Markthofbewohner sind in diversen Stadtteilinitiativen aktiv, wie der Keimzelle, der Karogenossenschaft und dem Centro Sociale. Im Parterre gibt es einen Gemeinschafts- und Veranstaltungsraum sowie zwei kleine Läden, die zu einer niedrigen Miete an Leute aus dem Viertel vermietet werden. Das Haus hat insgesamt 16 unterschiedlich große Wohnungen. Die Fotos zeigen den liebenvoll gestalteten Eingang zum Hinterhof der Marktstraße 102. 

wohnprojekt markthof hamburg

geschenkecke karolinenviertel hamburg

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marktstraße karolinenviertel hamburg

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