Hamburgs Perlen

Mehr als 111 Millionen Tagesgäste kommen durchschnittlich pro Jahr nach Hamburg, um Sehenswürdigkeiten wie den Hamburger Michel, den Jungfernstieg an der Binnenalster, die Speicherstadt mit Elbphilharmonie und die legendäre Reeperbahn zu sehen. Schade, wenn die Zeit nicht reicht, um z. B. das Gängeviertel zu besichtigen, durch den Stadtpark zu spazieren, eine Street Art-Tour durch die Schanze zu machen oder an der Strandperle mit Blick auf die Elbe ein Bier zu trinken. Fotokiosk Hamburg entdeckt und zeigt hier Hamburgs kleine und großen Perlen, Seitenstraßen und Randgeschichten. 

Augen auf - jetzt ist Krakenwanderung! Durch den Street Art-Künstler SIRO und seinen neugierigen Kraken wird es wieder ein bisschen bunter in den Straßen von Hamburg. Viel Spaß beim entdecken!

streetart tiles siro hamburg

Vergerdtewelt. Follow the Haftpapier in Hamburg und halte Ausschau nach dem Kartoffeltierchen vom Street Art-Künstler Gerdt.

Streetart Gerdt Kartoffeltierchen Hamburg

Alice fing an sich zu langweilen, sie saß schon lange bei ihrer Schwester am Ufer und hatte nichts zu tun. Das Buch, das ihre Schwester las, gefiel ihr nicht, denn es waren weder Bilder, noch Gespräche darin. Und was nützten Bücher, dachte Alice, ohne Bilder und Gespräche.

– Lewis Carroll, Alice im Wunderland – 

 

Die Werke vom Street Art-Künstler Marshal Arts sind überall in Hamburg zu finden und laden zum Innehalten ein. Seine Motive sind bunt, oft gesellschaftskritisch, manchmal bringen sie einen zum schmunzeln oder regen zum Nachdenken an. Auf seiner ersten Soloaustellung Wonderlism entführt uns Marshal Arts vom 25.04. - 04.05.2014 im Hamburger Gängeviertel in sein persönliches Urban Art-Wunderland. Der in der Hamburger Graffiti-Szene aufgewachsene Künstler zeigt hier Paste-Ups, Stencils, Adbusting und Fotografien und gestattet so einen Blick auf das breite Spektrum zwischen Vandalismus und Wunderland.

Wonderlism Marshal Arts

Barbara. was here. Barbara. sprayt nicht, sie klebt. Zettel und Plakate in verschiedenen Stadten, die mal kritisch, mal amüsant, aber immer unterhaltsam sind. Gerne plakatiert Barbara. auch spitzfindige und provokante Kommentare in DIN-A4 Format gegen Verbote und Werbung an Ort und Stelle.

Zettelperlen

Seit meinem Studium wohne ich in Hamburg und Eimsbüttel ist mein Viertel. Hier spielt sich mein Leben ab. Wenn ich vor die Haustür trete, habe ich die Möglichkeit nach links Richtung Osterstraße zu gehen oder rechts Richtung Schanze. Zu 99% gehe ich rechts rum. Das 1% kommst zustande, weil mein Zahnarzt in der Osterstraße seine Praxis hat und ich meine Last-Minute-Geschenke hin und wieder in der Osterstraße erledigen muss. In der Schanze hingegen habe ich mein Lieblingsrestaurant, Lieblingscafè und meine Lieblingsbar, wo ich am liebsten meine Freizeit verbringe. Beim Lieblingsobstundgemüsehändler kaufe ich die Melone gegen die Stadthitze im Sommer und den Ingwer gegen Erkältungen im Winter.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und auch um meinen Kiez liegt ein unsichtbares rotes Band. Warum raus bewegen? Ich habe doch alles hier, was ich brauche.

Streetart Marshal Arts

Der Sammelbegriff Graffiti steht für gestalterisch und thematisch unterschiedliche Elemente, zum Beispiel Bilder, Schriftzüge, Tags, Scratchings oder diverse andere Zeichen im meist öffentlichen Raum. Graffiti entstehen zumeist anonym und ohne entsprechende Genehmigungen. Eine Zuordnung der Werke ist oft nur durch ein Signaturkürzel, dem sog. Tag, möglich, welches das Pseudonym eines Sprayers darstellt. 

Graffiti Oz Hamburg

Dezember 2013 - Seit Wochen gibt es in Hamburg immer wieder Proteste gegen den Verkauf des Kulturzentrums Rote Flora, die geplante Abschiebung der Lampedusa-Flüchtlinge und Abriss der Esso-Häuser. Hinzu kommt der allgemeine Frust über die seit Jahren ungebremste Gentrifizierung in diversen Stadtteilen der Stadt.

Laut Presse eskalierten die Proteste durch einen blutigen Anschlag auf Polizisten der Davidwache auf der Reeperbahn. Stadt- und Polizei-Führung reagierten mit einer ungewöhnlichen und drastischen Maßnahme. Sie richteten ein weiträumiges Gefahrengebiet ein. Ob diese Strategie zu einer Lösung führt, ist mehr als fraglich.

Streetfotografie Protestfotografie Hamburg