Hamburgs Perlen

Mehr als 111 Millionen Tagesgäste kommen durchschnittlich pro Jahr nach Hamburg, um Sehenswürdigkeiten wie den Hamburger Michel, den Jungfernstieg an der Binnenalster, die Speicherstadt mit Elbphilharmonie und die legendäre Reeperbahn zu sehen. Schade, wenn die Zeit nicht reicht, um z. B. das Gängeviertel zu besichtigen, durch den Stadtpark zu spazieren, eine Street Art-Tour durch die Schanze zu machen oder an der Strandperle mit Blick auf die Elbe ein Bier zu trinken. Fotokiosk Hamburg entdeckt und zeigt hier Hamburgs kleine und großen Perlen, Seitenstraßen und Randgeschichten. 

Nach der Premiere im Mai 2013 findet bis September an jedem 1. Samstag der neue Markt Hallo Frau Nachbar für Selbstgemachtes, Handgefertigtes und Leckereien aus der Nachbarschaft statt. Die beiden Initiatoren des Marktes sind Dannie Quilitzsch und Nicole Hansen. 

Hallo Frau Nachbar will nach Aussage der Beiden vor Allem eines Schaffen: ein Treffpunkt für Klönschnack zwischen Nachbar und Nachbarsnachbar. Darüber hinaus setzt sich Hallo Frau Nachbar über den Markt hinaus für soziale Nachbarschaft ein. Auf dem Markt gibt es einen Nachbarschafts-Stammtisch, an dem Nachbarn den beiden Initiatorinnen ihre Projekte, soziale Initiativen oder Ideen für eine Verbesserung im Stadtviertel vorstellen können, an die im Anschluss 10% der Erlöse aus dem Markt verteilt werden. 

Hallo Frau Nachbar ist ideal für einen Ausflug mit der Familie oder einem Klönschnack mit den Nachbarn. Vom Frühstück ab 9 Uhr bis hin zum Kaffeeklatsch bis 16 Uhr wird man hier - in den Schanzenhöfen - kulinarisch und musikalisch verwöhnt und unterhalten. Ein buntes Kinderprogramm (u.a. mit den Clubkindern) rundet das Programm ab.  

Hallo Frau Nachbar
Wann: Von Mai bis September jeden 1. Samstag von 9 bis 16 Uhr
Wo: Schanzenhöfe, Lagerstraße 34, 20357 Hamburg Hallo Frau Nachbar Hamburg Schanzenhöfe

Am 23.08.2013 wurde das 1. Oldenburger Kultur-Festival Freifeld  eröffnet. In einem Teil der leerstehenden Kaserne im Stadtteil Donnerschwee standen 3 Tage lang Musik, Filme, Theater, Lesungen, Poetry Slam, Ausstellungen und Workshops auf dem Programm. 

Jeder Raum auf dem Freifeld Gelände wurde zur Entdeckungsreise. Die Panzergarage der Kaserne wurde kurzerhand zum Theater und Kino umgestaltet, das Unteroffiziersheim zur Lounge und Block 17 zum Club. In den ehemaligen Stuben der Soldaten zeigten diverse Künstler ihre Werke und in der Kantine und Küche gab es eine umfangreiche Ausstellung regionaler Illustratoren. 

Bei Sonnenschein standen zwei Freifeld Open-Air-Bühnen den (größtenteils norddeutschen) Musikern zur Verfügung. Alternativ gab es für die Festivalbesucher drei nächtliche Freifeld Clubs auf dem Gelände. Besonders unterhaltsam waren die zahlreichen Möglichkeiten, sich als Festivalbesucher selbst einzubringen und kreativ zu entfalten. Interaktion an jeder Ecke, wenn man Lust drauf hatte. Es gab die Gelegenheit sich im Upcycling zu versuchen, Drachen steigen zu lassen, Tischfußball und Minigolf zu spielen oder an einem Cardboard Robot Battle Workshop teilzunehmen. Beim bummeln über den rissigen Asphalt, entdeckte man in den Bäumen Installationen und liebevoll gebastelte Details oder konnte Illustratoren beim Live-Zeichnen über die Schulter schauen. 

Unterm Strich war das ffreifeld ein unkonventionelles Festival voller liebevoller Details und mit viel Platz für die eigene Fantasie. Es war entspannt, urban, ausgelassen, kreativ, inspirierend. Einfach nur ffantastisch, was das Team, um das ffreifeld Festival in den letzten Wochen auf die Beine gestellt hat. Kein Wunder, dass man ausschließlich in fröhliche und entspannte Festivalbesuchergesichter schauen konnte. Vorffreude auf ffreifeld 2014 ist garantiert.

Freifeld Festival Oldenburg

Stencil bzw. Schablonenkunst ist eine Bezeichnung für Graffiti, die mit Hilfe von Schablonen, durch die Farbe gesprüht oder gemalt wird, angebracht werden. Komplexe Bilder und Texte können auf diese Weise schnell und mehrmalig entstehen.

Als Erfinder der Stencils im Kontext von Street Art wird der Künstler Blek le Rat gesehen. Seine 1981 recht einfach entstandenen Schablonen-Graffiti inspirierten spätere Street Art-Künstler wie Banksy und Nemo

Eine kleine Sammlung Stencil Art aus Hamburg gibt es HIER.

Streetart Stencil Hamburg

Verschiedene Street Art-Künstler aus Hamburg lassen durch ihre Paste-Ups unter der Hamburger Sternbrücke einen bunten Märchenwald entstehen. Der Street Art-Künstler Bitte alles ändern verschönert zudem das Event im Sterngarten mit temporären Installationen aus Absperrband mit dem Titel Paradise under construction!

Die Aktionen finden im Rahmen einer Party von Pixelsounds statt. Zu dieser Party schließen sich die ansässigen Klubs + Pizzeria für 3 Tage unter der Sternbrücke zusammen. Es darf also ab sofort, in der Kulisse einer Waldlichtung, getanzt, gechillt, geküsst und gefuttert werden.

Street Art Hamburg

Seed und Peter Fox auf den MP3 Player geladen und los geht es, dass Dicke B nach Street Art, Graffitis, Stickern und Urban Knitting erkunden... "Dickes B oben an der Spree - im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh - Mama Berlin, Backstein und Benzin - wir lieben deinen Duft, wenn wir um die Häuser zieh'n." ...
Einige Street Art Berlin Fundstücke gibt es HIER.

Streetart Berlin

Hamburg steckt voller Kunst. Nicht nur in Museen und Galerien, sondern auf der Straße. Kunst im öffentlichen Raum. Für jedermann jederzeit zugänglich. Oft in der Nacht und illegal bringen Street Art-Künstler ihr Haftpapier mit Tapetenroller an Hauswände meist gut besuchter Plätze an, sprühen Stencil oder hinterlassen Graffiti und Sticker. Auch Adbusting und Urban Knitting findet man im Straßenbild immer häufiger.

Was die einen für Vandalismus halten, sehen die anderen als Verschönerung der Stadt. Street Art-Künstler wollen im urbanen Raum mit ihren dekorativen Kunstwerken kommunizieren, unterhalten, provozieren. Sie bringen sich ein und lenken die Aufmerksamkeit auf Missstände in ihrer Stadt oder ihrem Viertel. Die meisten außergewöhnlichen Exponate findet man an hoch frequentierten Plätzen, wie der Schanze oder dem Karoviertel, wo sich in einigen Straßen geradezu die Kunstwerke zu einer Street Art-Galerie verdichten. Die ganze Breite der Kunstwerke erschließt sich allerdings erst bei gezielter Suche.

Streetart Hamburg

Die ArtILLerie ist eine Ausstellung von und mit Streert Art-Künstlern wie 1010, Alias, Amit, Anus One, Asa, Ase, Dad's, Duckfame, El Giraffo, Flying Förtress, Fritzian Behnsotti, FSHKOP, Gerdt, Haenger Man, Heavi, Hiding Elefants, Holm, Horst#1, KBS, Keim, Koolski, Laugh, Lobo, Los Piratoz, Loup, Low Bros, Mais, MAK'EM, Mr. Neo, Myst, Pirho, Prost, Push, Roy Robsen, Simple, Sinep, Süfe, SuperFatCat, Tona, TOY TOY, USP, Vampo, Vonzo, Xuli, Zetbe, Zipper die Rakete und einige mehr.

Bei der ArtILLerie geht es u.a. um die illegale Aneignung der vorhandenen urbanen Strukturen und dem daraus entstehenden kreativen und sozialpolitischen Umgang. Da es sich bei der ArtILLerie um keine Ausstellung im klassischen Sinn handelt, kommt man ausschließlich durch die Lösung eines im Internet veröffentlichen Rätsels an die Koordinaten des Zielortes. Organisiert wird dieses Projekt vom Kollektiv ILL. Man darf gespannt auf die ArtILLerie3 sein! 
Mehr Fotos der ArtILLerie2 gibt es HIER.

Bunte Zettelwirtschaft und urbane Kommunikation in Hamburg. Neben vielen Stickern findet man verschiedenste Zettel mit Botschaften an Ampelmasten, Verkehrsschildern und Zigarettenautomaten.

Da gibt es die mal sachlichen und mal kreativen Zettel, die bei der Wohnungssuche helfen sollen, der Aufruf bei der Suche nach dem Mädchen mit den Sommersprossen vom Elbstrand zu helfen, die klassischen Abrisszettel, Post it-Poesie, Zettelgold, Laternen-Memos, Gedichte und Gedanken auf DIN-A4 oder die kleine Notiz direkt auf der Hauswand, wenn kein Zettel zur Hand ist.

Mehr Fotos von Verzettelungen in Hamburg werden im Blog  Zettelwirtschaft  veröffentlicht.

Zettelwirtschaft Hamburg

Als Gängeviertel wurden in Hamburg die besonders eng bebauten Wohnquartiere in einigen Teilen der Altstadt und Neustadt bezeichnet. Die Gängeviertel waren größtenteils mit Fachwerkhäusern bebaut, deren Wohnungen zumeist nur durch schmale Straßen, zum Teil verwinkelte oder labyrinthartige Hinterhöfe, Torwege und die namensgebenden Gänge zwischen den Häusern zu erreichen waren.

Als der Verein Komm in die Gänge am 22. August 2009 ins Gängeviertel gekommen ist, hatten die Mitgleider ein klares Ziel und ein Konzept, wie die Häuser des Viertels zu retten seien und was aus ihnen in der Zukunft werden soll: ein Raum in der Hamburger Innenstadt, in dem Neues durch Kunst, Kultur und Gespräche, in Ateliers, Wohnungen und sozialen Projekten entstehen kann. Führungen durch das Gängeviertel finden regelmäßig statt. Komm in die Gänge, komm in die Jupi Bar, komm in die Butze 38 (Hinterhofeingang). Mehr Fotos gibt es HIER.

Wenn man das Gängeviertel in der Caffamacherreihe 37 besuchen möchte, sollte man viel Zeit einplanen, auch wenn es nicht der 1. Besuch ist. Das Gängeviertel lebt und erfindet sich immer wieder neu, bunt, kreativ und spannend. Aktuell war der Leipziger Kunst- und Kulturbetrieb zu Besuch. Leipziger Künstler mit verschiedenen kreativen Ansätzen zeigen Malerei, Performances, Installationen und Videoarbeiten. Zu Gast in zahlreichen Projekträumen und von Künstlern geführten Galerien und Ateliers wird so der Austausch der Leipziger und Hamburger Kulturbetriebe weitergeführt. Fotos vom Leipziger Betriebsausflug gibt es HIER. Empfehlenswert sind die wechselnden Ausstellung bei den Kupferdieben. Es gibt zudem regelmäßig Führungen durch das Gängeviertel, die ca. 1 Stunde dauern.

Die Kreativen von St. Pauli öffnen zwischen Paulinenplatz und Reeperbahn ihre Ateliers, Geschäfte, Wohnungen und Gärten und laden unter dem Namen Kreativnacht St. Pauli zum 5. Mal zu Musik, kulinarischen Leckereien, Ausstellungen, Slam & Lesungen, Theater, Livemalerei mit anschließender Versteigung, DittundDatt uvm. ein.  

Zur Kreativnacht St. Pauli gibt es nicht nur viel Interessantes und Neues zu sehen, sondern auch zahlreiche Gelegenheiten, um selbst aktiv und kreativ zu werden. Besucher können bspw. beim Fair-Trade-Laden fairretail an einer Pflastermalaktion gegen das Grau der Straße beteiligen. 

Kreativnacht St. Pauli
Wann: Freitag, 07.09.2012, 18 bis 24 Uhr
Wo: Wohlwillstraße, Clemens-Schultz-Straße, Paul-Roosen-Straße, Talstraße, Simon-von-Utrecht-Straße, Hein-Hoyer-Straße und drumherum, 20359 Hamburg

Diese Stencil-Wall des Street Art-Künstlers mittenimwald entstand im Rahmen des Altonaer STAMP-Festivals im August 2012. Ein Jahr nach dem Festival ist die Fassade immer noch ein Schmuckstück in Hamburg-Altona.

mittenimwald hamburg altona

Hafenliebe Hamburg

 

Hafenliebe. 

Die Möwen schweben in der Luft. 

Schiffe, Wind und Strand.

Man atmet salzige Hafenluft.

Ein Stück Heimat. 

Für immer.

Hafenliebe. 

Vom 19. bis 22. September 2013 findet auf dem Gelände des Kolbenhofs
 in Hamburg-Bahrenfeld die P/ART statt. Die P/ART ist eine Produzenten-Kunstmesse für unabhängige KünstlerInnen - frei nach dem Motto Kunst aus erster Hand. Da der Weg für KünstlerInnen, ihre Kunst über eine Galerie einem breiten Publikum zu präsentieren, oft schwer ist, stellt P/ART eine neue Plattform, in Form einer stillgelegten Industriehalle, zur Verfügung. Diverse KünstlerInnen bekommen hier die Möglichkeit ihre Kunst auszustellen, direkt mit dem Publikum in Kontakt zu treten und ihre Kunst auch selbst zu verkaufen. Als Besucher der P/ART erlebt man 71 verschiedene künstlerische Positionen aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Film, Performance und Installation an einem ungewöhnlichen und bisher für kulturelle Zwecke ungenutzten Ort. 

Auch wenn man ohne Kaufmotivation auf der P/ART vorbeischaut, wird man mit einem bunten Programm aus Performances, Diskussionsrunden und Aktionen belohnt. Die Vernissage mit Performances findet am 19. September 2013 von 19-23 Uhr statt und eine Party gibt es am 21. September 2013, ab 22 Uhr.

Das vollständige Programm der P/ART findest du HIER

P/ART - producers artfair
Wann: 19. - 22. September 2013
Wo: Kolbenhof, Friedensallee 128,  22763 Hamburg

p/art Kunstmesse Hamburg